Infoveranstaltung

Bericht zur Informationsveranstaltung über das neue Kurtaxenreglement in Bellwald

BellwaldPlus - die Stimme der Zweitwohnungsbesitzer wurde vorgestellt.

Am 2. Juli 2016 folgten rund 200 Bellwalder ZweitwohnungsbesitzerInnen der Einladung der Gemeinde in die Mehrzweckhalle um das neue Kurtaxenreglement aus erster Hand kennenzulernen.

Gleich zu Beginn seines Vortrages legte Martin Bittel Wert auf die Zusammenhänge bei der Entwicklung des Ortes als ehemaliges Bergdorf mit den nun eingetretenen besonderen Umständen, die Bellwald als touristische Destination zukünftig erfüllen muss. Er verwies auf die immer größer werdende Aufgabe, die eine kleine Gemeinde wie Bellwald kaum noch für alle zufriedenstellend erfüllen kann. Auch die Zusammenhänge mit dem starken Franken und den veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen wurden von Martin Bittel skizziert. Neben Martin Bittel, wurde die Veranstaltung moderiert von David Wyssen, Geschäftsführer Bellwald Tourismus und Daniel Studer vom Regions- und Wirtschaftszentrum Oberwallis. Pamela Schwall, Stellvertreterin von David Wyssen führte Protokoll.

Man konnte eine gewisse nervöse Anspannung wahrnehmen, denn im Vorfeld und in Gesprächen im Dorf wurden harte Auseinandersetzungen befürchtet. Schließlich bedeutet die Annahme dieser Kurtaxenregelung eine jährliche Zusatzbelastung für alle Zweitwohnungsbesitzer.

Nach dieser Einführung wurde die designierte Präsidentin des Vereins BellwaldPlus auf die Bühne gebeten. Daniela Kienzler erläuterte die Umstände der Vereinsgründung, den Zweck und die Ziele von BellwaldPlus. Auch die beiden anwesenden Vorstandsmitglieder Marco Obbens und Gerd Stoll wurden von Daniela Kienzler kurz vorgestellt. Daniela Kienzler erklärte die Bedeutung des Vereines BellwaldPlus und bat um zahlreichen Eintritt. Das machte sie souverän, vermied jegliche Kritik an der Gemeinde.

Sie betonte, dass der Verein BellwaldPlus erwirken konnte, dass dessen Mitglieder Mitsprache erhalten über die Leistungen der Gästekarte. Es werden 50´000 CHF budgetiert, welche den Mitgliedern erlauben Angebote und Leistungen vorzuschlagen, die sie gerne in der Gästekarte einbinden würden. Diese sehr konkrete Mitgestaltungsmöglichkeit für unsere Mitglieder erachten wir als Schritt in die richtige Richtung.

Der Verlauf der Sitzung verlief besser als von vielen in der Gemeinde befürchtet. Es gab wenige Zwischenfragen, fast immer ging es dabei um die zukünftige konkrete Berechnung der Kurtaxe, bezogen auf besondere individuelle Räumlichkeiten. Ebenfalls die Berechnung der durchschnittlichen Logiernächtezahlen war ein Thema. In der Fragerunde konnten viele Unklarheiten ausgeräumt werden und es wurde betont, dass alle Voten aufgenommen werden und auf ihre Umsetzbarkeit im Gesetz geprüft werden. BellwaldPlus wird sich in der Arbeitsgruppe dafür einsetzen, dass die Anliegen der Zweitwohnungsbesitzer Gehör finden.

Gegen Ende der knapp zweistündigen Versammlung, bei der etwa 200 Personen anwesend waren, ergriff Gerd Stoll als Beisitzer das Wort um die Situation der Gemeinde aus seiner persönlichen Sicht zu erklären. Er appellierte an die Haltung der Zweitwohnungsbesitzer sich mehr zu engagieren, denn wer offenen Auges durch den Ort geht sieht wo es fehlt. Er machte deutlich, dass die Gemeinde uns als Zweitwohnungsbesitzer nicht nur als Steuerzahler braucht und dass wir uns nicht um Prozentsätze und ein paar Franken rauf oder runter streiten sollten. Bellwald brauche unser starkes Engagement und dafür sei BellwaldPlus ideal um der Stimme der Zweitwohnungsbesitzer Gewicht zu verleihen. Also warb er noch einmal um zahlreiche Mitgliedschaft.

Am Ende der Veranstaltung verteilten wir unser Infoschreiben und Anmeldeformulare. In den zahlreichen Einzelgesprächen, die wir beim Herausgehen der Menschen aus der Halle geführt haben, erfuhren wir überwiegend freundlichen Zuspruch.

Schlussendlich wurden wir von Herrn Allenbach, Mitglied der „IG Stei“ angesprochen. Er legt uns ans Herz die beiden Vereine zusammenzuführen und schlägt vor mit dem Präsidenten der IG Stein das Gespräch zu suchen. Wir vereinbarten dies baldmöglichst zu organisieren.

Fast alle Beteiligten beglückwünschten uns zu unserer Vereinsgründung, Turbulenzen oder Verwerfungen zwischen den Zuhörern und der Gemeinde waren nicht auszumachen.

Wir von BellwaldPlus stellen fest, dass die Bewohner und die Zweitwohnungsbesitzer die Bedeutung und die Tragweite der Problematik des Ortes tief verstanden haben. Und dass sich ein Engagement für Bellwald immer lohnt.

Gerd Stoll, Vorstand BellwaldPlus

Anlagen:
Rede Martin Bittel, Gemeindepräsident
Präsentation 2. Juli 2016
Detail Informationen zur Präsentation

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